Barrierefreiheit im Gaming war nicht immer ein Thema von Belang. Doch in den letzten 10-15 Jahren ist Gaming zugänglicher denn je geworden. Gaming-Studios machen seit Jahren Fortschritte in puncto Barrierefreiheit, mit Tools wie Farbenblindheitsmodi, Dialoguntertiteln und anpassbaren Controllern. Einstellungen wie diese machen Spiele für eine größere Anzahl von Spielern inklusiver als Spiele, die diese Tools nicht enthalten. Eines der ersten dieser Tools fand sich in einem Spiel aus den 1950er Jahren, Bertie the Brain. Das Spiel verfügte über Schwierigkeitsregler, um den Schwierigkeitsgrad entweder zu erhöhen oder zu erleichtern, und gilt als eines der ersten Barrierefreiheitsmerkmale im Gaming. Ein weiterer bemerkenswerter Fortschritt in der Barrierefreiheit ist die Entwicklung des NES Hands-Free-Controllers, der 1988 von Nintendo veröffentlicht wurde. Als erster seiner Art ebnete der Controller vielen körperlich Behinderten den Weg zum Spielen.
Die Gehörlosen- und Schwerhörigengemeinschaft hatte keine Lösung zur Gleichstellung der Spielbedingungen, obwohl das nicht bedeutet, dass es keine Fortschritte gab. Untertitel sind eine großartige Möglichkeit für gehörlose und schwerhörige Spieler, Dialoge und die Handlung in Story-Spielen zu verstehen. In vielen Multiplayer-Spielen helfen Untertitel jedoch selten in Kampfszenarien, wie z. B. bei entfernten Schüssen, Schritten und vielen anderen wichtigen Audiohinweisen im Spiel. Da diese Hinweise sehr wichtig sind, kann man sich nicht allein auf das Sehen verlassen, was gehörlose und schwerhörige Spieler erheblich benachteiligt.
Zwei große Titel, die Lösungen für dieses Problem entwickelt haben, sind Fortnite und Minecraft.
In Fortnite ermöglicht eine Option „Soundeffekte visualisieren“ den Spielern, Soundindikatoren in einem kleinen Radius um die Bildschirmmitte herum zu sehen. Dies ermöglicht gehörlosen Spielern, in Kämpfen mithalten zu können, insbesondere wenn der Standort des Feindes unbekannt ist, aber sie immer noch herumlaufen und Geräusche machen. Es hilft gehörlosen Spielern auch, Beute zu finden, da Sound einer der Hauptfaktoren beim Auffinden von Truhen ist.

Minecraft verfolgt einen anderen Ansatz. Das Spiel verfügt über ein Untertitelsystem, das Text für gesprochene Dialoge bereitstellt und Umgebungsgeräusche beschreibt. Zum Beispiel werden Untertitel wie „Creeper zischt“, „Wasser fließt“ oder „Zombie stöhnt“ angezeigt, zusammen mit Richtungspfeilen, die angeben, woher der Ton kommt.

Trotz dieser Systeme müssen die meisten Spiele diese noch implementieren. Die meisten Spiele bleiben für gehörlose oder schwerhörige Spieler weitgehend unzugänglich, und hier kommt Audio Radar ins Spiel. Audio Radar zielt darauf ab, die Lücke für Spieler zu schließen, egal welches Spiel, solange es Surround-Sound-Systeme unterstützt. Die Stärke von Audio Radar liegt in seiner Kompatibilität mit verschiedenen Spielen und Plattformen, indem es eine visuelle Darstellung von direktionalen Audio-Cues bietet. Dies ermöglicht es den Spielern, die räumlichen Aspekte des Klangs zu erleben und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Durch die Umwandlung von Audiosignalen in visuelle Hinweise mittels einer Reihe von LED-Lichtleisten, die den Monitor oder Fernseher des Spielers umgeben, kommuniziert Audio Radar effektiv wichtige In-Game-Sounds wie Schritte, Schüsse und Fahrzeugbewegungen, wodurch Spieler schnellere, fundiertere Entscheidungen während des Spiels treffen können.
Die einzige Grenze, der Audio Radar derzeit gegenübersteht, ist seine Unfähigkeit, verschiedene Arten von Geräuschen zu unterscheiden, was bedeutet, dass alle Geräusche, ob es sich um Schritte oder Schüsse handelt, in der gleichen Farbe angezeigt werden. Dies könnte es Spielern erschweren, verschiedene Arten von In-Game-Sounds allein anhand der bereitgestellten visuellen Hinweise zu unterscheiden. Diese Einschränkungen wurden jedoch bereits mit einer bestimmten Version von Audio Radar beseitigt, die auf der CES 2024 vorgestellt wurde. Diese Iteration ermöglicht es dem Benutzer, die Farben der Geräusche anzupassen und sogar anzuzeigen, wie weit entfernt das Geräusch ist. Diese Version aktualisiert die Lichtleisten, um einzelne LEDs zu verwenden, was noch mehr Präzision ermöglicht. Diese Version wird im Sommer 2024 auf den Markt kommen, wodurch alle bestehenden Radare Updates über die kommende App erhalten können.
Die Mission ist es, Audio Radar zur bevorzugten Lösung für die Barrierefreiheit von Gaming für Gehörlose und Schwerhörige zu machen. Durch die Bereitstellung von Hardware, Software und SDK, die Entwickler einfach integrieren können, ebnet Audio Radar den Weg für inklusivere Gaming-Umgebungen. Dieser Ansatz kommt Spielern mit Hörbeeinträchtigungen zugute und verbessert das Spielerlebnis für alle Spieler, indem er eine zusätzliche Ebene der sensorischen Rückmeldung bietet.
Mehr unter audioradar.com




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